Linux Distributionen Vergleich

Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint, Debian, Fedora, Arch Linux und openSUSE im Vergleich, damit die Wahl der ersten Distribution leichter fällt.

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2026

Grundbegriff

Was ist eine Distribution überhaupt?

Linux selbst ist nur der Kern eines Betriebssystems, der sogenannte Kernel. Eine Distribution packt darum herum eine fertige Software-Auswahl, eine Paketverwaltung und meist eine grafische Oberfläche, damit ein vollständiges, nutzbares System entsteht.

UbuntuKubuntuLinux MintDebianFedoraArch LinuxopenSUSE
Für wen geeignetEinsteiger allgemeinEinsteiger, die KDE mögenWindows UmsteigerNutzer, die maximale Stabilität wollenNutzer, die gerne aktuelle Software habenFortgeschrittene mit Wunsch nach voller KontrolleNutzer, die eine stabile Rolling Alternative wollen
BasisDebianUbuntu, also ebenfalls DebianUbuntu, also ebenfalls DebianEigenständig, viele andere bauen darauf aufEigenständig, gesponsert von Red HatEigenständigEigenständig, gesponsert von SUSE
Update RhythmusNeue Version alle 6 Monate, LTS Version alle 2 JahreWie UbuntuEigener Rhythmus, meist auf Ubuntu LTS aufgebautSehr selten, dafür besonders gründlich getestetNeue Version alle 6 MonateRolling Release, läuft ständig auf dem neuesten StandLeap: feste Version. Tumbleweed: Rolling Release
Paketverwaltungaptaptaptaptdnfpacmanzypper
Standard DesktopGNOMEKDE PlasmaCinnamonWählbar, kein festgelegter StandardGNOMEKeiner vorinstalliert, wird selbst eingerichtetKDE Plasma
SchwierigkeitsgradEinfachEinfachSehr einfachMittelMittelHochMittel

Keine Werbung, keine bezahlte Empfehlung. Für den allerersten Einstieg empfehle ich Linux Mint oder Ubuntu, wegen der großen Community und der einfachen Bedienung. Wer später mehr über das System selbst lernen möchte, findet mit Arch Linux die volle Kontrolle, muss dafür aber auch deutlich mehr selbst einrichten.

Wichtig zu wissen

Rolling Release gegen feste Version

Der wohl größte Unterschied zwischen den Distributionen betrifft nicht das Aussehen, sondern wie Updates funktionieren.

Feste Version

Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint, Debian und Fedora erscheinen in klar abgegrenzten Versionen. Zwischen den Versionen gibt es hauptsächlich Sicherheitsupdates, keine großen Änderungen, das sorgt für Stabilität.

Rolling Release

Arch Linux und openSUSE Tumbleweed bekommen laufend neue Software Versionen, ohne eine große Versionsnummer. Immer aktuell, aber auch etwas anfälliger für Probleme durch neue Updates.