Cookies, Tracking und Metadaten

Wie Websites dich wiedererkennen und welche versteckten Informationen in Fotos und Dokumenten stecken, ganz allgemein erklärt.

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2026

Grundlagen

Cookies

Was ist ein Cookie

Eine kleine Textdatei, die eine Website in deinem Browser speichert. Beim nächsten Besuch schickt der Browser sie automatisch mit, die Website erkennt dich dadurch wieder, ohne dass du dich neu anmelden musst.

Sitzungs Cookie

Wird gelöscht, sobald du den Browser schließt. Typisch für den Login Status während eines Besuchs.

Dauerhaftes Cookie

Bleibt über Tage, Monate oder Jahre gespeichert, mit einem festgelegten Ablaufdatum. Wird oft für Werbezwecke genutzt.

First Party Cookie

Wird von der Website selbst gesetzt, die du gerade besuchst, zum Beispiel für den Warenkorb in einem Online Shop.

Third Party Cookie

Wird von einem Drittanbieter gesetzt, meist einem Werbenetzwerk, das auf vielen verschiedenen Websites eingebunden ist. So lässt sich dein Surfverhalten seitenübergreifend verfolgen.

Cookie Banner

Der Hinweis, der nach Gesetz vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies eine Einwilligung einholen muss. "Alle ablehnen" ist rechtlich immer erlaubt, auch wenn es manche Banner absichtlich schwerer zu finden machen.

Über Cookies hinaus

Tracking ohne Cookies

Auch ganz ohne Cookies lässt sich ein Gerät oft wiedererkennen.

Tracking Pixel

Ein unsichtbares, ein Pixel kleines Bild, das beim Laden einer Seite oder E Mail nachweist, dass sie geöffnet wurde, oft zusammen mit Zeitpunkt und IP Adresse.

Browser Fingerprinting

Kombiniert unauffällige Merkmale wie Bildschirmauflösung, installierte Schriftarten und Browser Version zu einer Art Fingerabdruck, der ein Gerät auch ohne Cookies eindeutig wiedererkennbar macht.

Local Storage

Eine Speichermöglichkeit im Browser ähnlich einem Cookie, aber mit mehr Platz und länger nutzbar, wird ebenfalls manchmal zum Tracking eingesetzt.

Versteckte Informationen

Metadaten

Daten über Daten, die meist unsichtbar mitgeliefert werden.

Was sind Metadaten

Zusätzliche Informationen, die eine Datei über sich selbst mitführt, ohne im eigentlichen Inhalt sichtbar zu sein.

EXIF Daten in Fotos

Enthalten oft Kameramodell, Aufnahmezeitpunkt und, falls das Smartphone GPS aktiviert hatte, die genauen Standortkoordinaten der Aufnahme.

Metadaten in Dokumenten

Word und PDF Dateien speichern häufig den Namen des Autors, Bearbeitungszeiten und manchmal sogar gelöschten Text oder Kommentare aus früheren Versionen.

Schutz vor dem Teilen

Viele Betriebssysteme bieten eine Funktion, um Metadaten vor dem Versenden zu entfernen, bei Fotos oft "Standort entfernen" genannt. Ein Screenshot des Inhalts statt der Originaldatei entfernt ebenfalls die meisten Metadaten.

Der Markt dahinter

Was passiert mit den gesammelten Daten

Cookies, Tracking und Metadaten liefern zusammen ein Bild von dir, das an anderer Stelle einen Wert hat.

Datenhändler (Data Broker)

Firmen, die sich darauf spezialisiert haben, Daten aus vielen einzelnen Quellen zusammenzuführen und als fertiges Profil weiterzuverkaufen, meist ohne dass die betroffene Person davon erfährt.

Wofür Daten genutzt werden

Vor allem für personalisierte Werbung, aber auch für Bonitätsprüfungen, Versicherungstarife oder politische Wahlwerbung, die gezielt auf einzelne Interessengruppen zugeschnitten wird.

Ist das legal

In der EU regelt die DSGVO, dass personenbezogene Daten nur mit Rechtsgrundlage verarbeitet werden dürfen, meist Einwilligung oder berechtigtes Interesse. Der Handel mit Daten ist grundsätzlich erlaubt, wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, was in der Praxis oft strittig ist und regelmäßig vor Gericht landet.

Eigene Rechte

Nach der DSGVO hast du das Recht, bei jedem Unternehmen anzufragen, welche Daten über dich gespeichert sind (Auskunftsrecht), und die Löschung zu verlangen (Recht auf Vergessenwerden).